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NYSE-Euronext

Wie die NYSE, befindet sich die  „American Stock Exchange“ ebenfalls am Börsenplatz New York und wird mit AMEX abgekürzt. Ihre Bedeutung war in der Vergangenheit niemals so gewaltig wie die der NYSE, weshalb sich die AMEX auf den Handel mit börsennotierten Fonds und den Handel mit Optionen spezialisierte. Außerdem wird hier der AGB-Index (AMEX Gold BUGS Index) berechnet, der sich aus Unternehmen der Goldgewinnung (Goldförderung/ -exploration) zusammensetzt.

Als das konnte aber nicht verhindern, dass die AMEX im Jahre 2008 durch die NYSE Euronext – Gruppe übernommen wurde. Zuvor hatte die AMEX verschieden Möglichkeiten der Kooperation mit anderen Börsen, unter anderem auch der Deutschen Börse, geprüft.  Seit dem Jahr 2007 firmiert dieser Börsenplatz als „NYSE AMEX“ und hat sein „Nischengeschäft“, den Handel mit Optionen und börsennotierten Fonds, weiter ausgebaut.

Die größte, Grenzen übergreifend Börse Europas besteht aus einem Zusammenschluss der Börsen Amsterdam, Brüssle, Lissabon und Paris und nennt sich Euronext. Auch ein Teil der Londoner Börse , die Terminbörse LIFFE, arbeitet mit der Euronext zusammen. Neu hinzugekommen ist vor einiger Zeit die Nyse, weshalb dieser Verbund den Namen NYSE-EURONEXT trägt.

Über die Euronext werden die Titel der genannten Börsenstandorte gehandelt und die Indices, wie z.b. der AEX in Amsterdam oder der CAC40 in Paris aufgelegt.

2006/2007 machte die Deutsche Börse ein Übernahmeangebot, das allerdings abgelehnt wurde und im Gegenzug   fusionierte die Euronext mit der New York Stock Exchange (NYSE) um sich vor weiteren Übernahmeversuchen zu schützen. Trotzdem startete die Deutsche Börse einen weiteren Übernahmeversuch, indem sie mit der  NYSE-Euronext fusionieren wollte. Im Jahr 2011 stimmten die Akrtionäre der Fusion zwar zu, die aber schließlich zum Jahreswechsel 2011/2012 doch noch scheiterte, weil im Februar 2012 die EU-Kommission die schon weit vorangeschrittene Fusion zwischen den wichtigsten Börsenbetreibern in New York und Frankfurt quasi auf der Zielgerade gestoppt hatte, da nach einem Zusammenschluss praktisch ca. 90% des europäischen Derivatemarktes in den Händen dieser Gruppe gelegen hätte.