Die Entwicklung des Dollarkurses
Lange Zeit machte der Dollar seinem Namen als Leitwährung alle Ehre. Die meisten Güter wie Öl, Erze und Edelmetalle wurden zum Dollarkurs abgerechnet. Reisende konnten weltweit in Dollar bezahlen, denn dieser war praktisch überall als Zahlungsmittel nicht nur bekannt, sondern auch begehrt. Der Dollarkurs war festgelegt und unterlag nur einer äußerst geringen Volatilität. Dies wiederum versprach eine gewisse Sicherheit, wenn Waren zum Dollarkurs gehandelt wurden.
Der stabile Dollarkurs bis Ende der 1960er Jahre
Von etwa 1950, als der Dollarkurs bei ca. 4,20 DM stand, bis Ende der 1960er Jahre, sank der Wert gerade einmal um 0,20 DM auf ungefähr 4 DM je Dollar. Doch dann kam mit Anfang der 1970er Jahren, eine eher weniger stabile Zeit für den Dollarkurs. Bereits 1970 musste der Dollarkurs abgewertet werden und kurz darauf wurde der Handel sogar ganz frei gegeben.
Der Dollarkurs und die Wirtschaft
Der feste Dollarkurs brachte mit der Zeit erhebliche Probleme, hauptsächlich im Außenhandel, mit sich. Zum Beispiel wurden die Produkte der Unternehmen zwar in Dollar bezahlt, doch erhielten die Arbeiter und Angestellten den Lohn in ihrer Landeswährung z.B. der DM. Die Unternehmen waren also gezwungen Dollar in DM umzutauschen, um die Löhne zu bezahlen. Ergebnis war, dass mehr Dollar in DM , als DM in Dollar gewechselt wurden. Die Staaten mussten deshalb den Dollarkurs durch Käufe stützen und lösten dadurch eine ständige Volatilität im Dollarkurs aus.
Der Dollarkurs bis zum Euro
Die Tendenz des Dollarkurses zeigte beständig nach unten und zu Beginn der 1980er Jahre, sank der Dollarkurs bis in den Bereich um 1,80-1,85 DM. Der Dollarkurs fiel später sogar bis auf 1,43 DM, was seinen Tiefststand markierte. Doch schließlich konnte sich der Dollarkurs bis 1999 nochmals auf 1,76DM erholen und die DM wurde vom Euro abgelöst.
Der Dollarkurs und der Euro
Die Einführung des Euro in Europa wurde von einer gewissen Skepsis der Märkte begleitet, was dem Dollarkurs einen weiteren Anstieg ermöglichte. Zwar war Dollar im ersten Jahr des Euro noch weniger wert, nämlich nur 0,94 Euro-Cent. Doch schon bald überschritt der Dollar die 1 Euro-Grenze und erreichte mit 1,21 Euro seinen Höchststand. Anschließend strafte der Euro seine Skeptiker Lügen und mit dem Dollarkurs ging es fast acht Jahre lang bergab. Im Jahr 2008 war ein Dollar nur noch 63 Euro-Cent wert und damit markierte der Dollarkurs einen neuen Tiefststand von dem er sich aber wieder entfernen konnte. In den folgenden Jahre bis heute, schwankte der Dollarkurs immer stärker zum Euro. In jüngster Zeit kamen auch immer wieder Diskussionen auf, ob der Dollar weiter als weltweite Leitwährung tragbar sei.
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Daniel D. Eckert
Weltkrieg der Währungen
Wie Euro, Gold und Yuan um das Erbe
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19,95€ (D), 20,50 € (A), sFr. 33,50(CH)
ISBN 978-3-89879-595-1
FinanzBuch Verlag, München 2010
Über den Autor:
Daniel D. Eckert, Jahrgang 1970, ist Redakteur im Wirtschaftsressort von
WELT und WELT am SONNTAG, wo er sich auf die Themen Währungspolitik
und Staatsfinanzen spezialisiert hat. Er studierte Sprachen und System-
Geschichte an der Universität des Saarlandes, der Humboldt- Universität zu
Berlin und der Johns Hopkins University in Baltimore.
