Erneut traten die Anleihenverkäufe Griechenlands und Spaniens in den Fokus der Anleger, die aufgrund der dort steigenden Zinsen erneut in große Unsicherheit verfielen und schließlich aus lauter Angst, vor dem Wochenende die Reißleine zogen und dadurch deutlich fallende Kurse auslösten.
Chart-Besprechung
Die Woche hatte zwar wieder bei 6500 Punkten eröffnet, doch konnte dieses Level nicht gehalten werden. Immer wieder sackte der Kurs in den Tagen vom 15., 16. Und 18.5. innerhalb weniger Minuten deutlich ab. Zwar erholten sich die Kurse anschließend auch wieder deutlich, doch mit jedem Male lag das nachfolgende erholungshoch niedriger, wie das vorherige.
Zum Wochenende hin, am 18.05. erreichte der DAX dann zum Handelsbeginn, seine bisheriges Tief bei knapp über 6220 Punkten. Davon konnte er sich zum Handelsende hin zwar wieder etwas lösen, doch blieb der Kurs klar unter den Widerständen, die es zu toppen gegolten hätte. Der DAX hat also den grünen Trendkanal nach unten verlassen und bewegt sich in einem neuen (roten) Trendkanal abwärts um hoffentlich bald in einen Bodenbildung über zu gehen.
Wochengewinner/-verlierer
Auf die Woche gesehen, schaffte es keiner der DAX-Werte in den grünen Bereich, so dass erneut alle Werte im Minus lagen.
Angeführt wurden dieses Trauerspiel von FMC(– 1,21%), vor Henkel -1,40%, gefolgt von Dt.Telekom (-1,64%) .
Die größten Verlierer dieser Woche waren Deutsche Boerse (-9,64%), vor Infineon ( -10,09%) und Schlusslicht Commerzbank (-10,66%), die allesamt kräftig unter die Räder kamen.
DAX-Wochenergebnis: 6.271,22 -4,69% (Vorwoche 6.579,93)
Die Indikatoren
Der MACD liegt sackte nach dieser schrecklichen Woche natürlich stark in den Minusbereich ab und liegt nun sogar über 100 Punkte im Minus. Der exakte Stand war -115,29 zu -89,41 (VT -75,48 zu -65,26) Punkte, was einem Abstand von 25,88 Punkten (Vorwoche -10,22 ) entspricht und damit deutlich zugenommen hat.
Auch der RSI musste im Verlauf der Woche deutlich Federn lassen und steht nun bei 32,80 (Vorwoche 44,98) Punkten und damit kurz vor dem überverkauften Bereich, der unterhalb der 30 beginnt
Fazit und Ausblick
Dier SKS Formation konnte sich also, zumindest teilweise durchsetzen und hat dafür gesorgt, dass die Konsolidierung nun in Bereichen (6200-6000) angekommen ist, die wir für den Fall der Fälle, bei Aktivierung der SKS Formation erwartet hatten. Nun kommt es sicherlich darauf an, dass hier schnellstens eine Bodenbildung erfolgt, um zu verhindern, dass die Kurse weiter nachgeben. Ob das gelingen wird, scheint immer noch in großer Abhängigkeit der Nachrichtenlage und damit der Unsicherheit zu liegen und nicht im Sachverstand der Anleger. So kann es in der kommenden Woche auch ohne weiteres zu einem Test der 6000 kommen, die hoffentlich halten wird. Analysten tun sich allerdings schwer eine Prognose in der einen oder anderen Richtung abzugeben.
In diesem Sinne eine erfolgreiche Börsenwoche – Jo_Trader
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