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Trotz der im Wochenverlauf deutlich auftretenden Warnungen aus der Chart-Technik und diversen Indikatoren, schaffte es der DAX weiter anzusteigen. Auch das Störfeuer aus Griechenland und von den EU-Finanzministern, behinderte ihn da nur wenig. Im Wochenverlauf stieg er um schöne +2,32% nach oben und erreichte zum Ende einen weiteren Widerstand, den ich neu eingezeichnet habe. Die Korrektur lässt also weiter auf sich warten, könnte aber dann leider umso stärker ausfallen. Langsam scheint sogar eine Art Euphorie einzutreten, welche die Kurse nach oben treibt.

Chart-Besprechung

Der DAX dachte also bisher nicht daran, sich auf den Rückzug zu begeben, sondern stieg weiter an auf 6848 Punkte . Spitzenreiter der Woche, wie ADIDAS (+5,91%), RWE (+5,36%) und HeidelbergCement (+5,30%) sorgten dafür, dass der DAX weiter nach oben getrieben wurde und alle die bisher mit einem Einstieg auf niedrigere Kurse warteten, immer nervöser werden und deshalb teilweise trotz dieser hohen Kurse einsteigen. Das könnte sich unter Umständen bitter rächen, denn Geduld ist eine der Tugenden , die man als Anleger mitbringen sollte.

Das Bild sieht aufgrund der wenigen Werte (Merck , Fresenius Med, ThyssenKrupp) , die sich in dieser Woche im Minus befanden, natürlich verlockend positiv aus, doch sollte man sich nicht blenden lassen, weil in einer Übertreibungsphase manchmal über Tage und Wochen, sogar alle Werte im Plus liegen , um dann im Absturz rasch nachzugeben.

Aber besteht überhaupt die Gefahr einer Konsolidierung noch? Betrachten wir dazu den Chart der vergangenen Woche.

Im Chart sehen wir zwei aus der Vergangenheit kommende, neu eingezeichnete Linien (1xrot/1x gestrichelt), die am Freitag kurz vor Börsenende zwar kurzfristig überschritten wurde, aber am Ende fast punktgenau als Widerstand bestätigt wurde. Zudem wurde der bisherige Trendkanal nach unten verlassen und nicht wieder erreicht.

 

Die Indikatoren

Der MACD hat am Montag auch tatsächlich das erwartete Verkaufssignal ausgelöst und sich seither nicht wieder über seine Signallinie bewegt, sondern verharrt darunter.

Der RSI ist mit über 72 deutlich in den überkauften Bereich eingetreten und sendet deshalb auch erste Warnsignale aus. Alles zusammen sollte wirklich Warnung genug sein, Kurse dringendst abzusichern und auch um Gewinne mitzunehmen, denn was man hat, das hat man!

Fazit und Ausblick

Aktuell scheint es, dass wir uns in einer Übertreibungs Phase befinden. Die Medien jubeln trotz real schlechter Meldungen und die Psychologie der Anleger scheint optimistischer zu werden. Betrachtet man aber die Lage nüchtern und real, sieht man z.B. , dass Manager beginnen ihre Aktien abzustoßen. Alleine 7 Manager bei Siemens meldeten Verkäufe der eigenen Aktien. Auch andere, institutionelle Anleger nehmen vermehrt Gewinne mit und warten auf die Konsolidierung die einfach nicht zu kommen scheint. Jetzt zahlt sich aus Geduld zu haben und warten zu können, denn die Konsolidierung MUSS kommen. Aktuell wird sie verzögert, weil noch immer viele unsichere Anleger kaufen, auch wenn die Kurse schon relativ teuer sind. Erst wenn diese Käufe stocken und die zuerst aktiven Anleger beginnen zu verkaufen, wird es spannend. Rein nach den Charts könnte es kommende Woche so weit sein, doch die Psychologie könnte es auch noch etwas hinaus zögern

In diesem Sinne  schöne Faschingstage und erfolgreiche Börsengeschäfte – Jo_Trader

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