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Börsenlexikon

Was versteht man unter einer Bankenunion?

Unter einer Bankenunion, speziell in der Europäischen Union, versteht man in der aktuellen Zeit hauptsächlich ein Instrument, um in ärmeren EU-Ländern, systemrelevante Banken vor dem Kollaps zu bewahren.

Die Bankenunion soll in einem solchen Fall helfen können, denn sie besteht aus einem bis zu 500 Milliarden Euro (Juni 2012) schweren Rettungsfonds, der von den (noch) zahlungsfähigen Ländern gefüllt wird. Weitere  finanziellen Mittel sollen im Einlagensicherungsfonds der Banken, welcher von diesen selbst mit Mitteln ausgestattet werden soll, bereitgestellt werden. Das besondere an der Bankenunion ist allerdings, dass sie eine gemeinsame Bankenaufsicht aller EU-Länder beinhalten soll, welche bei der EZB (Europäische Zentralbank) beheimatet werden könnte.

Zum aktuellen Zeitpunkt (Juni 2012) wird immer noch über das Zustandekommen dieser Bankenunion gestritten und es bleibt abzuwarten, ob alle Länder der EU bereit sind, etwas an Einfluss zum Wohle aller, abzugeben.

Was versteht man unter einer  Baisse?

Die Bezeichnung „Baisse“ stammt aus dem Französischen (als „Bähs“ ausgesprochen) und beschreibt eine Zeit im Aktienmarkt, in der die Kurse tendenziell fallen. Oftmals wird dabei ein sogenannter fallender Trendkanal ausgebildet, in dem sich die Kurse abwärts bewegen.An der Börse wird dabei umgangssprachlich auch von einem Bärenmarkt oder bear market gesprochen, der immer fallende Kurse über einen längeren Zeitraum beinhaltet.

Beispiel einer „Baisse“

Als jüngste „Baisse“ kann man den Zeitraum zwischen 2000 und 2003 bezeichnen, da der Dax-Index von über 8000, auf ca. 2200 Punkte zurückfiel und damit eine Schulbuch mäßige Baisse ablief, die mit der damals stattfindenden Rezession einher ging.

Ablauf einer Baisse

Eine „Baisse“ beginnt meist relativ unbemerkt aus einer Wirtschaftskrise heraus und stabilisiert sich in einem Abwärtstrend, der sich über längere Zeit fortsetzt. Die Faktoren für die Dauer einer „Baisse“ hängen von verschiedenen Faktoren ab u.a. auch von der psychologischen Verfassung der Anleger, der Wirtschaftslage, der Arbeitsmarktsituation und den Zukunftsaussichten, bzw. der Einschätzung der Anleger dazu.

Interessanterweise spielt für die Dauer einer „Baisse“ eine Art Kontraindikation eine Rolle. Sind die Anleger oder Aktienhändler nicht zu pessimistisch, dauert eine „Baisse“ in der Regel länger an, weil die Hoffnung auf steigende Kurse den Rückgang verzögert, da sich immer wieder Anleger finden, die zwischendurch einsteigen. Erst wenn praktische alle Anleger schwarz sehen und zu Pessimisten geworden sind und es scheint, dass es an der Börse keinen Morgen mehr gibt, dann ist in der Regel das Ende der „Baisse“ gekommen und eine Trendwende tritt ein. Obwohl dieses „Spiel“ sich seit Jahrzehnten an den Börsen etabliert hat, sorgt die Psychologie der Anleger dafür, dass die Anleger sich immer und immer wieder auf den Ablauf eienr „Baisse“ einlassen.

Wer allerdings bewußt eine Baisse kommen sieht, kann durch „Schnäppchenkäufe“ am Tiefststand derselben, seine zukünftigen Gewinne für einen erneuten Aufstieg der Märkte, bergründen.

Was versteht man unter einer Bad Bank?

Seit der ersten Welle der Bankenkrise taucht immer wieder der Begriff „Bad Bank“ in den Medien auf.  Dieser Ausdruck beschreibt eine Bank, die gegründet wird, um ertragslose und notleidende Anlagen einer anderen Bank zu übernehmen um die notleidende Bank sozusagen zu entlasten, indem ihre schlechten (englisch bad) Papiere dorthin ausgelagert werden. Notleidende private Banken könnten sich bei Kreditkrisen per Abschreibungen, von diesen Papieren entledigen und diese dadurch aus den Büchern streichen.  Staaten haben dagegen  die Möglichkeit, bei Banken mit Staatsgarantie,  eine „Bad Bank“ zu gründen und die Papiere dorthin zu transferieren.

Durch diese Aktion soll nicht nur die betroffene Bank entlastet werden, sondern gleichzeitig soll das Vertrauen der Kunden und Anleger zurückgewonnen werden, was gerade im Bankensektor äußerst wichtig ist. Sind die Papiere also erst einmal in eine „Bad Bank“ ausgelagert und kommt es zu weiteren Verlusten durch diese Papiere, dann trägt alleine diese „Bad Bank“ das Risiko samt aller weiterer Verpflichtungen, so dasss die ursprüngliche Bank schadensfrei bleibt.

Das Gründen einer „Bad Bank“ ist und bleibt aber das letzte Mittel, um eine von der Insolvenz bedrohten, systemrelevanten  Bank, aus den Klauen der drohenden Insolvenz zu befreien, um gleichzeitig das gesamte Bankensystem vor einem Kollaps zu bewahren. Trotzdem bleibt dieses Verfahren bei Experten sehr umstritten

 

Hexensabbat

An genau 4 Terminen im Jahr kommt es an den Terminbörsen zum so genannten großen Verfallstag, an dem an den wichtigsten Börsen der Welt die Terminkontrakte verfallen. Diese Termine nennt man auch „dreifachen Hexensabbat“ .

Am Hexensabbat laufen Optionen und Futures an der Terminbörse Eurex zu bestimmten Zeiten aus und „verfallen“.

Dies bedeutet, dass zu den nachfolgend genannten Zeiten feste Abrechnungspreise festgesetzt werden, anhand deren Futur- und Optionsbewertungen erfolgen.

  • 11:50 (10 min) alle STOXX-Gattungen
  • 13 Uhr : DAX und TecDAX
  • 13:05 Uhr MDAX
  • 17:30 Uhr die Aktien in der Xetra Schlussauktion

Oft steigt die Volatilität aufgrund hoher Umsätze an solchen Tagen stark an. Meist geschieht dies direkt vor den genannten Uhrzeiten im jeweiligen Segment, da Marktteilnehmer versuchen die Kurse in die gewünschte Richtung zu manipulieren, um zu verhindern, dass ein Verfall der gehaltenen Papiere zu Verlusten führen könnte.. Diese Art der Manipulation ist allerdings völlig legal und nicht strafbar.

Da die großen Verfallstermine weltweit auf denselben Tag fallen, steigen die Schwankungen meist weltweit an und zwar nicht nur in Aktien, sondern auch in Indizes, Währungen und in Rohstoffen. Für Kleinanleger ist es an solchen Terminen oftmals ratsam, sich nicht am Handel zu beteiligen.

Unter der Bezeichnung „Black Swan“ (Schwarzer Schwan) verstehen Börsianer das plötzliche Eintreten eines unvorhersehbaren Ereignisses, das die Börsenwelt erschüttert und die Anleger überrascht, also sozusagen auf dem falschen Fuß erwischt.

Bekannte „Black Swans“ der letzten Jahre waren zum Beispiel die Angriffe auf die Zwillingstürme 9/11 (also ein Terrorangriff), aber auch der Tsunami in Thailand und die Atomkatastrophen in Tschernobyl und Fukushima.

Alle diese Ereignisse hatten eines gemeinsam: sie waren weder vorhersehbar noch kalkulierbar und sie überraschten die gesamte Börsenwelt. Vor einem „Black Swan“ kann man sich nicht schützen und man hat praktisch keinerlei Vorwarnzeit, um sich vorzubereiten.

Ähnliche Ereignisse, wie z.B. Kriegsvorbereitungen zählen nicht zur Kategorie eines „Black Swan“, da sich die Anleger und die Börsen darauf vorbereiten und Bestände umschichten können. Bei solchen Ereignissen ist das vorhersehbare Geschehen meist schon in den Kursen eingepreist. Das ist bei einem echten „Black Swan“ nicht möglich.

Definition

Kurz und vereinfacht, sind Devisen im Ausland zahlbare Zahlungsmittel in fremder Währung. Es handelt sich dabei nicht um Bargeld, sondern nur um geldähnliche Papiere (z.B. Schecks) , wie sie im unbaren Zahlungsverkehr Verwendung finden.

Anwendung von Devisen

Durch Devisen besteht eine relativ schnelle (liquide) Kaufkraft in einer Fremdwährung innerhalb des unbaren Zahlungsverkehrs. Meist werden Devisen als Sichteinlagen auf Fremdwährungskonten bei inländischen, aber auch ausländischen Banken, im sogenannten Emmissionsland angewandt. Mit solchen Devisen können kurzfristige Forderungen bedient werden, ohne dass „Bargeld“ bewegt werden muss.

Devisenkonten

Um Devisen zu erzeugen, kann man z.B. Euros zum aktuellen Umrechnungskurs in ein Fremdwährungskonto einlegen und hat damit ein Devisenkonto erzeugt. Nicht als Devisen werden weniger liquide Papiere, wie Anleihen gerechnet, selbst wenn sie in einer anderen Währung angelegt wurden. Das Devisenkonto kann sowohl im Inland, als auch im Ausland gehalten werden.

Devisen – Guthaben bei ausländischen Banken sind z.B. durch einen bestätigten amtlichen Händler  handelbar. Der Handel ist also nur über staatlich genehmigte und organisierte Institutionen möglich.

Der Devisen – Kurs

Für den Handel mit Devisen wird ein amtlich ermittelter Kassakurs als Mittelkurs festgelegt, der für den Handel verbindlich gilt. Devisen werden deshalb von allen Börsenteilnehmer nur zum amtlichen Mittelkurs gehandelt und verrechnet. Sollten aber Anleger Devisen am Bankschalter oder über eine Bank handeln wollen, so gilt hier eine über dem Mittelkurs liegende Spanne, was allgemein als Spread bekannt ist. Der Spread ist die Differenz zwischen Kaufkurs (Brief) und dem entsprechend darunter liegenden Verkaufskurs (Geld). Zum Geld-Kurs kaufen die Banken Devisen ihrer Kunden und zum Brief-Kurs kauft der Kunde die Devise von der Bank an. Der amtliche Devisenkurs ist dabei der  Referenzwert für Devisengeschäfte, wenn gleich sich der reale Wert für Kunden aufgrund des Spread abweichend darstellt.

Die Entwicklung des Dollarkurses

Lange Zeit machte der Dollar seinem Namen als Leitwährung alle Ehre. Die meisten Güter wie Öl, Erze und Edelmetalle wurden zum Dollarkurs abgerechnet. Reisende konnten weltweit in Dollar bezahlen, denn dieser war praktisch überall als Zahlungsmittel nicht nur bekannt, sondern auch begehrt. Der Dollarkurs war festgelegt und unterlag nur einer äußerst geringen Volatilität. Dies wiederum versprach eine gewisse Sicherheit, wenn Waren zum Dollarkurs gehandelt wurden.

Der stabile Dollarkurs bis Ende der 1960er Jahre

Von etwa 1950, als der Dollarkurs bei ca. 4,20 DM stand, bis Ende der 1960er Jahre, sank der Wert gerade einmal um 0,20 DM auf ungefähr 4 DM je Dollar. Doch dann kam mit Anfang der 1970er Jahren, eine eher weniger stabile Zeit für den Dollarkurs. Bereits 1970 musste der Dollarkurs abgewertet werden und kurz darauf wurde der Handel sogar ganz frei gegeben.

Der Dollarkurs und die Wirtschaft

Der feste Dollarkurs brachte mit der Zeit erhebliche Probleme, hauptsächlich im Außenhandel, mit sich. Zum Beispiel wurden die Produkte der Unternehmen zwar in Dollar bezahlt, doch erhielten die Arbeiter und Angestellten den Lohn in ihrer Landeswährung z.B. der DM. Die Unternehmen waren also gezwungen Dollar in DM umzutauschen, um die Löhne zu bezahlen. Ergebnis war, dass mehr Dollar in DM , als DM in Dollar gewechselt wurden. Die Staaten mussten deshalb den Dollarkurs durch Käufe stützen und lösten dadurch eine ständige Volatilität im Dollarkurs aus.

Der Dollarkurs bis zum Euro

Die Tendenz des Dollarkurses zeigte beständig nach unten und zu Beginn der 1980er Jahre, sank der Dollarkurs bis in den Bereich um 1,80-1,85 DM. Der Dollarkurs fiel später sogar bis auf 1,43 DM, was seinen Tiefststand markierte. Doch schließlich konnte sich der Dollarkurs bis 1999 nochmals auf 1,76DM erholen und die DM wurde vom Euro abgelöst.

Der Dollarkurs und der Euro

Die Einführung des Euro in Europa wurde von einer gewissen Skepsis der Märkte begleitet, was dem Dollarkurs einen weiteren Anstieg ermöglichte. Zwar war Dollar  im ersten Jahr des Euro noch weniger wert, nämlich nur 0,94 Euro-Cent. Doch schon bald überschritt der Dollar die 1 Euro-Grenze und erreichte mit 1,21 Euro seinen Höchststand. Anschließend strafte der Euro seine Skeptiker Lügen und mit dem Dollarkurs ging es fast acht Jahre lang bergab. Im Jahr 2008 war ein Dollar nur noch 63 Euro-Cent wert und damit markierte der Dollarkurs einen neuen Tiefststand von dem er sich aber wieder entfernen konnte. In den folgenden Jahre bis heute, schwankte der Dollarkurs immer stärker zum Euro. In jüngster Zeit kamen auch immer wieder Diskussionen auf, ob der Dollar weiter als weltweite Leitwährung tragbar sei.

Gold

Gold als seltenes Metall ist seit jeher ein Objekt der Begierde gewesen und ist es bis heute geblieben. Anleger, die an der Stabilität des Weltfinanzsystems zweifeln, sehen oftmals nur im Besitz von Gold einen sicheren Schutz gegen den drohenden Verfall des Papiergeldes. Gold hat einen so guten Ruf, dass sich viele Anleger ein privates Golddepot wünschen und es aufgrund der Wirtschafts- und Finanzkrise auch realisieren. Welche Golddepots können Privatanleger aufbauen?

Das privat angelegte Golddepot

Zwar ist es heutzutage kein Problem, bei entsprechender Liquidität, an Goldmünzen und selbst an Goldbarren zu kommen, doch diese im privaten Heim horten, bringt einige Schwierigkeiten mit sich. Hauptproblem dürfte die Sicherheit vor Diebstahl und Verlust z.B. bei einem Brand, sein.

Wenn man das eigene Golddepot ab und zu anschauen und anfassen möchte, sollte man zumindest ein Schließfach als sicheren Ort wählen, wo man es auch real ansehen und anfassen kann. Bei größeren Mengen an Goldmünzen und bei Goldbarren, stößt man allerdings auch hier recht schnell an eine Grenze. So empfiehlt es sich das Golddepot in einem gesicherten Tresor aufzubewahren, was aber wiederum Geld kostet.

Das Golddepot mit Alternativen zu echtem Goldbestand

Wer den Kauf von Gold beabsichtigt, ohne dieses jemals physisch in Händen halten zu wollen, kann sein Golddepot auch in Form von Fonds, ETG´s (Exchange Traded Gold) oder Gold-Zertifikaten aufbauen.

Wer dabei auf Nummer sicher gehen möchte wählt die Form eines Papiers, dessen Wert mit realem physischen Gold in einem zentralen Golddepot, hinterlegt ist. Bei der Wahl der Papiere sollte man aber auf jeden Fall im Vorfeld die Seriosität des Emittenten prüfen. Bekannte Papiere für ein Online-Golddepot sind zum Beispiel XETRA-GOLD der Deutschen Bank und ZKB-Gold der Züricher Kantonalbank, die das reale Gold in London bzw. in Zürich anteilig hinterlegen.

Von einem Golddepot mit nicht in physischem Gold hinterlegten Papieren sollte man absehen, da diese bei einer Pleite des Emittenten oder bei einem Zusammenbruch des Währungssystems, wertlos werden könnten. Meist sind diese Papiere nämlich nur als Schuldverschreibung begebene Zertifikate ausgestellt und können so bei einem Kollaps des Herausgebers verfallen.

Alternatives Goldkonto

Bei diversen Sparkassen wird auch eine alternatives „Goldkonto“ zum physischen Gold bzw. zum herkömmlichen Papiergold (Derivate, Zertifikate) angeboten. Für dieses „Goldkonto“ wird zu aktuellen Tageskursen mit einem Aufpreis von 1 Prozent, für den Kontoinhaber Gold an- und verkauft. Die Mindestsumme pro Auftrag beträgt 5000€. Darüber hinaus kann jede weitere Größe gehandelt werden.

Sollte der Anleger sein Gold irgendwann einmal physisch besitzen möchten, besteht die Möglichkeit sich die Geldanlage in Barrenform bei einer der Sparkassenfilialen, die zur Baden-Württembergischen Bank gehören, abzuholen. Leider fallen bei der physischen Abhebung für Barren zwischen 50 g und 1.000 gr jedoch zusätzliche Kosten an. Auf die Anlagen im Goldkonto wird, wie bei Gold üblich, keine Mehrwertsteuer erhoben. Es fallen auch keine Kontoführungsgebühren oder Verwahrpreise an, das Gold ist Diebstahl geschützt  und es besteht kein Echtheitsrisiko. Außerdem ist das Guthaben durch die Einlagensicherung der Sparkassen in Deutschland geschützt.

Monetarismus

In den Jahren um 1960 – 1980 von einem gewissen Milton Friedman entwickelt, leitet sich der Begriff Monetarismus von „moneta“ (Münze) ab. Friedman griff dabei eine Idee aus den 30er Jahren auf, die wiederum auf Angebot und Nachfrage des Geldangebotes, in der Wirtschaft beruhte.

Erhöhtes Geldangebot und Monetarismus

Im Monetarismus geht man davon aus, dass das Geldangebot, solange es stabil ist, auch zu einer stabilen Wirtschaft führt. Diese Theorie führt also logischerweise dazu, dass die Erhöhung des Geldangebotes, z.B. durch Anwerfen der Notenpresse eines Staates, letztendlich die Inflation in diesem Staat, gleichermaßen erhöht.

Verringerung des Geldangebots und Monetarismus

Im Umkehrschluss bedeutet die Geldverknappung folgendes. Wird die Geldmenge eines Staates verknappt, erwartet man im Monetarismus, eine entsprechend der Verknappung aufkommende Deflation.

Monetarismus und Regulierung der Geldmenge

Obwohl der Monetarismus in der Regulierung des Geldumlaufes eine der wichtigsten Steuerungsmöglichkeiten der Wirtschaft sieht, lehnen Monetaristen kurzfristige, regulierende Eingriffe des Staates ab. Hintergrund ist ihr „Glaube“ an die relative Stabilität der Geldnachfrage und damit an eine Art Selbstregulierung.

Diese Selbstregulierung geht davon aus, dass bei einer ansteigende Geldmenge, die verschiedenen Wirtschaftsteilnehmer, ihre Ausgaben entsprechend erhöhen, was wiederum dazu führen soll, dass der fiktive Zins für Cash verringert wird. Gleichzeitig sollen nach dieser Theorie aber die Erträge aus anderen Bereichen konstant bleiben.

Monetarismus und Geldmengenwachstum

Eng mit der Theorie des Monetarismus ist das konstante Geldmengenwachstum verbunden und auch die Annahme, dass die Geldnachfrage allgemein gleichmäßig bleibt. Das würde bedeuten, dass wenn einer der Faktoren (z.B. die Geldmenge ansteigt) es automatisch zum Ansteigen des Einkommens führen würde, was wiederum die Ausgaben erhöht und gleichzeitig das Ansteigen der Geldmenge im Verhältnis wieder ausgleicht.

Einflüsse auf die Goldpreisentwicklung

Aufgrund der aktuellen Finanzkrise schichten viele institutionelle Anleger wie  Banken, Fonds und vor allem auch Zentralbanken verstärkt Geld in Gold um. Aber auch immer mehr Privatanleger beginnen ihr Vermögen in Gold zu tauschen und beeinflussen so die Goldpreisentwicklung. Dazu kommen noch die Industrie und natürlich die Schmuckbranche, deren Gold möglicherweise nie mehr oder nur in kleinem Umfang in Umlauf kommen. Da es sich bei Gold um ein natürlich vorkommendes Metall handelt, ist die Goldpreisentwicklung auch durch Ertragsschwankungen der Minen beeinflusst.

Der US-Dollar und die Goldpreisentwicklung

Der Goldpreis wird in US-Dollar gehandelt, da Gold lange Zeit in Fort Knox körperlich als Dollar Absicherung hinterlegt wurde. Wie groß diese Bestände heute noch sind, ist unbekannt. Trotzdem wird Gold oft als Gegenpart zum US-Dollar herangezogen und so reagiert die Goldpreisentwicklung zum Dollarpreis umgekehrt proportional. Das bedeutet, dass wenn der Dollarkurs fällt, in der Regel die Goldpreisentwicklung nach oben zeigt und umgekehrt.

Beeinflussung der Goldpreisentwicklung durch Finanzinstrumente

In den letzten Jahren wurde die Goldpreisentwicklung durch neue Finanzinstrumente zusätzlich beeinflusst. So können Anleger Fonds erwerben, die mit physischem Gold abgesichert sind, das  in Tresoren in London oder Zürich liegt. Hierdurch wird das Gold sozusagen künstlich verknappt, was dazu führt, dass die Goldpreisentwicklung weiter nach oben zeigt. Hinzu kommen  Optionen, Leerverkäufe und andere spekulative Anlageformen, welche die Goldpreisentwicklung ebenfalls stark beeinflussen können.

Beeinflussung der Goldpreisentwicklung durch Marktteilnehmer

Die Goldpreisentwicklung kann auch von Marktteilnehmern wir Groß- und Zentralbanken, den Goldminen und von Fonds mit großen Goldreserven, stark beeinflusst werden, indem diese Bestände zukaufen (Verknappung) oder verkaufen (Überfluss). Ebenso können die Goldminen bei  einer zurückgehenden Goldpreisentwicklung , Minen stilllegen, bis die Produktion aufgrund der steigenden Goldpreisentwicklung, wieder rentabel wird.

Goldpreisentwicklung an den Finanzmärkten

Die Goldbeständer der weltweiten Zentralbanken wurde 2009 auf ca. 27.000 Tonnen Gold geschätzt, was am gesamten jemals geförderten Gold von ca.170.000 Tonnen, gerade einmal einen Anteil von 16-17% ausmacht.

Aktuell wird weltweit intensiv nach Gold geschürft, doch aufgrund der großen Nachfrage aller Marktteilnehmer sehen wir eine  ansteigende Goldpreisentwicklung. Sichern zukünftig immer mehr Marktteilnehmer ihre finanziellen Mittel, mit physischem Gold ab, könnte die Goldpreisentwicklung rasant weiter ansteigen.

Alle genannten Faktoren zusammen beeinflussen die Goldpreisentwicklung so stark, dass der Preis in 10 Jahren von 284,16 € am 31.01.2001 auf sagenhafte ca. 1210,21€ am 30.12.2011angestiegen ist.