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Die Jugend verbrachte George Sorros in Ungarn und England. In Budapest wurde am 12. August 1930 György Schwartz geboren. Er war der Sohn des Schriftsteller Tivadar Schwartz, der auch den Namen Sorros führte, und dessen Frau Elisabeth. Die Familie überlebte die antisemitische Verfolgung, die 1944 begann, durch die ungarischen Pfeilkreuzler und die deutschen Nazis. 1946 floh György, der sich jetzt auch Sorros nannte, nach England. George studierte 1952 Wirtschaftswissenschaften an der London School of Economics and Political Science. Besonders beeinflusste ihn Karl Popper, der an der Schule sein Modell der offenen Gesellschaften lehrte.

Die Karriere von George Sorros in den USA

Sorros emigrierte 1956 in die USA. Zuerst arbeitete er bis 1959 als Broker für F.M. Meyer und bis 1963 als Analyst für Wertheim & Co. In diesen Jahren entwickelte er die Theorie der Reflexivität, die auf den Arbeiten Karl Poppers beruht. Von 1963 bis 1973 war er für Bleichroder tätig, wo er es bis zum Vizepräsidenten brachte und 1969 den Investmentfond „Double Eagle Hedge“ für Bleichroder gründete. Da die Investment Aufsicht ihm verbot den Fund so zu leiten, wie er es wollte, verließ er Bleichroder und gründete „Quantum Funds“ außerhalb der USA.

George Sorros Spekulationsgeschäfte

1992 spekulierte Quantum Funds gegen das Britische Pfund. Es wurden zehn Milliarden Pfund verkauft. Das geschah so, dass Quantum Funds den Pfundwert in DM und France erhielt. Für die britische Notenbank bedeutete das, dass sie nicht fähig war, durch Intervention den Wechselkurs gegen die Kurse der anderen EWS-Mitglieder aufrechtzuerhalten. Das Pfund wurde abgewertet. Quantum Funds kaufte nun die Pfunde zurück und gewann eine Milliarde Dollar. Großbritannien verließ das europäische Währungssystem. In den 80er Jahren verkaufte George Sorros große Aktienpakete französischer Banken und machte große Gewinne. Zu Beginn des 21. Jahrhundert wurde er angeklagt über Insiderwissen verfügt zu haben. Nach einer Verurteilung 2006 erhob er Beschwerde gegen das Urteil beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.

Die Anlagestrategie von George Sorros

Sorros Anlagestrategie beruht auf dem Glauben, dass die Vorstellung die die Teilnehmer eines Marktes haben, den Wert des Marktes beeinflusst. Das kann prozyklisch in einem „tugendhaften oder verdorbenen“ Zyklus erfolgen. George Sorros stellt eine Hypothese über den Wert der Anlage auf. Erweist sich diese als richtig, so investiert er weiter. Ist die Hypothese nicht richtig, verlässt er das Investment. Es ist Sorros wichtig, aus seinen Fehlern zu lernen.

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