Bruce Wasserstein ist eine Wallstreet-Legende. Vollkommen überraschend starb am 14. Oktober 2009 im Alter von 61 Jahren der „Dealmaker“, das Wallstreet-Urgestein Bruce Wasserstein. Kurz zuvor hieß es noch, sein Zustand war stabil und er sei auf dem Weg der Besserung. Überraschend wie sein Tod waren auch manche seiner Deals. Mehr als 1.000 mit einem geschätzten Wert von 250 Milliarden Dollar soll er eingefädelt haben. Wegen seiner aggressiven Anlagestrategie war er gefürchtet.

Die Anlagestrategie von Bruce Wasserstein

Im Investmentbereich war Bruce Wasserstein führend. Seine Anlagestrategie bestand darin, Firmen zu kaufen um sie anschließend wieder zu zerschlagen. Bei Deals mit Finanzierungen, Übernahmen und besonders Firmenübernahmen war ihm niemand gewachsen. AOL und Time Warner ist nur ein prominentes Beispiel. Jahre zuvor, 1990, soll er bei der Verschmelzung der Medienriesen Time und Warner ebenfalls mitgemischt haben. 2000 hat er seine Spezial-Investmentbank „Wasserella“, also Wasserstein Perella, an die Dresdner Bank für 1,4 Milliarden Euro verkauft. Zwei Jahre später stieg er bei Lazard LLC ein, die 1848 gegründete Investmentbank gehört zu den führenden in diesem Bereich. 2005 brachte er sie als CEO mit einem Aktienvolumen von 850 Millionen Dollar an Börse. Mit großem Geschick führte er das Bankhaus durch die Krise 2008 und konnte sogar noch Marktanteile hinzugewinnen. Inzwischen hat sich der Marktwert fast verdoppelt.

Bruce Wasserstein – Was bleibt

Als die Finanzberatung 1977 noch in den Kinderschuhen steckte begann Wasserstein seine Karriere. Drei Jahrzehnte prägte er hinter den Kulissen den ruf der Wallstreet. Am Ende war er Multimilliardär und ein allseits hochgeachteter und respektierter aber auch gefürchteter Investmentbanker.

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