Unter der Bezeichnung “Black Swan” (Schwarzer Schwan) verstehen Börsianer das plötzliche Eintreten eines unvorhersehbaren Ereignisses, das die Börsenwelt erschüttert und die Anleger überrascht, also sozusagen auf dem falschen Fuß erwischt.
Bekannte “Black Swans” der letzten Jahre waren zum Beispiel die Angriffe auf die Zwillingstürme 9/11 (also ein Terrorangriff), aber auch der Tsunami in Thailand und die Atomkatastrophen in Tschernobyl und Fukushima.
Alle diese Ereignisse hatten eines gemeinsam: sie waren weder vorhersehbar noch kalkulierbar und sie überraschten die gesamte Börsenwelt. Vor einem “Black Swan” kann man sich nicht schützen und man hat praktisch keinerlei Vorwarnzeit, um sich vorzubereiten.
Ähnliche Ereignisse, wie z.B. Kriegsvorbereitungen zählen nicht zur Kategorie eines “Black Swan”, da sich die Anleger und die Börsen darauf vorbereiten und Bestände umschichten können. Bei solchen Ereignissen ist das vorhersehbare Geschehen meist schon in den Kursen eingepreist. Das ist bei einem echten “Black Swan” nicht möglich.
