Anlagestrategien
Die Anlagestrategien für clevere Anleger. Wir unterscheiden hierbei zunächst die Anlagestilrichtungen
- Value Investoren
- Wachstum Investoren
- Index Investoren
- Technische Investoren
- Portfolio Investoren
Diese Anlagestilrichtungen oder Anlagestrategien werden wir hier auf xboerse genauer unter die Lupe nehmen. Wir verlegen keinen Börsenbrief oder verlangen horrende Summen für Tipps. Von dem abgesehen, von uns werden Sie sowieso keine Aktien Tipps bekommen.
Ein altes Sprichwort sagt sinngemäß sowas in der Art:
Wenn du einen Mann einen Tag etwas zu essen geben willst schenke ihm einen Fisch -
Wenn du einen Mann das gesamte Leben satt machen willst, zeige ihn wie man Fische fängt
Anlagestrategien-Stilrichtungen
Mit der Geldanlage an der Börse, der Aktienspekulation, kann ein Anleger auch kurzfristig hohe Gewinne erzielen, allerdings sein investiertes Kapital auch in beträchtlichem Maße gefährden. Voraussetzung für eine erfolgreiche Betätigung an den Börsen sind zum einen die persönlichen Voraussetzungen des Anlegers. Er braucht Geduld, Offenheit gegenüber sich selbst sowie Selbstvertrauen und muss so flexibel sein, seine eigenen Anlageentscheidungen immer wieder überdenken zu können. Darüber hinaus darf er sich nicht von dem hektischen Geschehen an den Börsen und den Weltmärkten beeinflussen lassen, sondern sollte stets an seiner Anlagestrategie festhalten, bis sich die objektiven Umstände verändern.
Schließlich sollte ein Investor grundsätzlich nur das Anlagekapital an der Börse investieren, das er in absehbarer Zeit für keine anderen Zwecke benötigt. Sind diese Voraussetzungen gegeben, kann sich ein Anleger für eine Anlagestrategie entscheiden, die seinen Vorstellungen am besten entspricht.
Grundsätzlich kann zwischen einer langfristigen Anlagestrategie an der Börse und dem Day Trading unterschieden werden. Wer langfristig plant, hofft, dass die Erträge seiner Aktienanlage über eine Zeitraum von zehn oder mehr Jahren die potentiellen Erträge anderer Anlageformen übersteigen. Day Trader handeln nahezu jeden Tag mit Titeln an der Börse mit dem Ziel, möglichst auch jeden Tag einen ausreichenden Spekulationsgewinn einzufahren.
- Wachstums-Investoren
Anlegern, die nicht als Profis an der Börse handeln, stehen praktisch nur langfristige Anlagestrategien zur Verfügung. Wer dabei auf Unternehmen setzt, denen er einen großen Entwicklungssprung hinsichtlich des Umsatzes und der Gewinnsituation zutraut, handelt nach der Wachstums-Strategie. Wachstums-Investoren legen ihr Kapital in Aktiengesellschaften an, von denen sie erwarten, dass sie sich auf dem Markt durchsetzen, andere Unternehmen in ihrer Branche verdrängen oder übernehmen und damit ein dauerhaftes und überdurchschnittliches Gewinnwachstum erzielen. Die Strategie birgt Risiken, weil zu schnell wachsende Unternehmen auch schnell scheitern können. Bei erfolgreicher Growth-Strategie kann der Anleger jedoch weit überdurchschnittliche Renditen erzielen.
- Value Investoren
Viele namhafte Börsenspekulanten haben mit der Value-Strategie ihr Geld verdient. Value Investoren durchsuchen die Märkte nach Unternehmen, die sich anhand ihrer elementaren Kennzahlen wie dem Kurs-Gewinn-Verhältnis, dem Cash Flow und dem Verschuldungsgrad auch über längere Zeiträume als unerschütterliche Unternehmen erwiesen haben. Bei der Value-Strategie sind keine kurzfristigen Gewinnsprünge zu erwarten. Durch ein kontinuierliches Wachstum und eine stabile Renditesituation erhöht sich der Depot-Wert jedoch stetig.
- Technische Investoren
Technische Investoren kümmern sich weniger um die eigentliche Geschäftstätigkeit der an der Börse notierten Unternehmen. Sie setzen vorrangig auf eine technische Analyse der Bewertung der jeweiligen Aktie an der Börse. Dazu kann der Verlauf des Kurswertes der betrachteten Aktien sehr langfristig analysiert werden oder es werden tagesaktuelle Signale hinsichtlich des Kursverlaufs oder der Anzahl der Käufe bzw. Verkäufe des Papiers zum Anlass genommen, eine Aktie zum richtigen Zeitpunkt zu erwerben oder abzustoßen.
- Index Investoren
Auch Index Investoren analysieren weniger die wirtschaftliche Situation einzelner Unternehmen. Ihre Strategie besteht darin, ihr Anlagerisiko so weit wie möglich zu streuen. Anstatt die Aktien einzelner Gesellschaften zu kaufen, erwerben sie praktisch gleichwertige Anteile an allen Aktiengesellschaften, die in einem Index gelistet werden. Ein Index kann für eine der nationalen Börsen wie dem DAX oder der NYSE, oder für eine bestimmte Region wie Asien sowie eine Branche wie der Automobilbranche veröffentlicht werden. Ein Index Investor kauft Anteile an einem Index der Branche, der er während seines Anlagezeitraums die besten Entwicklungschancen zutraut.
- Portfolio Investoren
Portfolio Investoren machen sich die Tatsache zunutze, dass die verschiedenen Anlageformen jeweils in unterschiedlichen Zeiträumen ihre guten und weniger guten Phasen haben. Ein Portfolio Investor legt sein Spekulationskapital sowohl in Aktien als auch in Anleihen und Renten an. Die Papiere, denen er eine besonders gute Entwicklung zutraut, werden in seinem Portfolio übergewichtet, schlecht laufende Papiere reduziert. Mit andauerndem Geschick und gründlicher Marktbeobachtung lässt sich auf diese Weise eine überdurchschnittlich gute Rendite erzielen.
- Dividendenstrategie
Die Rendite aus einer Aktienanlage wird nicht nur über das Kurswachstum der Aktie erzielt, sondern nicht zuletzt auch über die jährlich oder quartalsweise ausgezahlte Dividende der Aktiengesellschaft. Anleger, die sich streng an die Dividendenstrategie halten, kaufen ausschließlich Anteile solcher Unternehmen, die in der Vergangenheit überdurchschnittlich gute Dividenden ausgeschüttet haben und erwarten lassen, diese Strategie auch in der Zukunft fortzusetzen. Die Kunst besteht darin, diese Papiere dann zu finden und zu kaufen, wenn die Aktie nicht allzu hoch bewertet ist.
Es gibt eine Reihe weiterer Anlagestrategien, die vom Anleger jedoch meist einen hohen Zeitaufwand und eine kontinuierliche Beobachtung der wirtschaftlichen Situation und der Finanzmärkte verlangen. Die meisten privaten Anleger wären damit in der Praxis vermutlich schon rein zeitlich überfordert. So setzen Anhänger der Insider-Strategie darauf, ein Aktienpaket dann zu kaufen oder zu verkaufen, wenn die Vorstände oder Eigentümer des Unternehmens ebenfalls ihre Aktienbestände verändern.
- Small-Cap-Strategie
Bei der Small-Cap-Strategie investiert ein Anleger ausschließlich in Gesellschaften, die eine geringere Börsenkapitalisierung aufweisen und beispielsweise im MDAX oder im SDAX gelistet sind. Die saisonale Strategie ist eine Form der technischen Analyse, weil die Anleger dabei auf die Erfahrungen der vergangenen Börsenjahre zurückgreifen. Statistiken belegen, dass die Aktien im Mai generell besser bewertet sind als im November.
Wer bei seinen Kaufentscheidungen konsequent an dieser Strategie festhält, kann beachtliche Spekulationsgewinne einfahren.



